Happy End für Najla

Das Schicksal der schwerkranken Najla (wir berichteten) hat eine positive Wendung genommen. Nach erfolgreicher Operation am Krankenhaus Rummelsberg und der Orthesenanpassung kann das Mädchen schmerzfrei stehen und die ersten Schritte wagen. „Sie ist ein neuer Mensch seit der Operation“, sagt Tina Braun, die Najla und ihre Mutter Elma bei sich aufgenommen und mit einer großangelegten Spendenaktion den Eingriff erst möglich gemacht hat. Mutter Elma geht noch einen Schritt weiter und sagt: „Diese Operation war der Beginn unseres Happy Ends.“


170714 Najla Nach Op
Was vorher unmöglich war, wird langsam Realität: Najla und ihre Mutter Elma bei den ersten Steh- und Gehversuchen mit den Orthesen am Lauflerntaxi.

Gut drei Wochen nach der Operation wirken alle Beteiligten gelöst. Die Anspannung vor der Operation ist nun gewichen und Freude, Zuversicht und Optimismus machen sich breit. „Wir sind jetzt auf der guten Seite der Macht“, scherzt Tina Braun. Die Familienpflegerin aus Etzenricht bei Weiden ist gelöst und erleichtert. Seit der Operation hat sich viel getan. „Wir sind total zufrieden mit dem Eingriff und dem Verlauf. Najlas Gesundheitszustand hat sich sehr zum Positiven verändert. Ihr ganzer Körper ist entspannter und der Oberkörper ist nun viel aufrechter“, erklärt Tina Braun und ergänzt: „Wenn ihr zum Beispiel das Tablet entgleitet, nimmt Sie die Beine zur Hilfe und wirkt hier entgegen. So etwas war vorher gänzlich undenkbar.“ 

Platz in einem heilpädagogischen Zentrum wartet

Großen Anteil an der Entwicklung hat Mutter Elma. Sie übt täglich mit ihrer Tochter und versprüht einen großen Optimismus. „Sie ist für Najla die beste Therapeutin“, so Braun, für die das „Projekt“, wie sie es liebevoll nennt, noch lange nicht abgeschlossen ist. Die nächste Hürde, die es zu überwinden gilt: Sie möchte für die Mutter ein dauerhaftes Arbeitsvisum erreichen, damit Ruhe in der Familie einkehrt und die kleine Najla einen Platz im heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth annehmen kann. „Ihr gefällt es dort sehr gut und das wäre für alle Beteiligten der nächste Schritt“, so Tina Braun. Die Krankenhaus-Zeit hat die Familie nun erstmal hinter sich. In einem halben Jahr findet in Rummelsberg die Kontrolluntersuchung statt. Kinder- und Jugendorthopädie Prof. Dr. Walter Strobl ist gespannt, welche Fortschritte Najla bis dahin gemacht hat: „Ich freue mich schon jetzt auf unser Wiedersehen. Die kleine Najla ist ein großer Kämpfer und sie hat noch so viel vor sich. Sie wird mit Gehhilfen laufen können, da bin ich mir ganz sicher.“